Der Seekurort Brighton an der Südküste Englands lockt Jahr für Jahr Millionen
von Touristen an. Neben einem kilometerlangen Kieselstrand zählen der Royal Pavillion sowie der Palace Pier
zu den Hauptattraktionen der mediterran anmutenden Stadt. Brighton ist darüberhinaus bekannt für sein buntes
Nachtleben und die lebendige Kunstszene.
Brighton
Das Landschaftsbild im Hinterland von Brighton wird geprägt durch grasbedeckte Kreidekalkstufen, die auch die Downs genannt werden. Auf den exponierten Hügeln lässt es sich gut wandern. Schön früh hatte man auch versucht, die stetigen lebhaften Seewinde auf den exponierten Hügelkuppen zur Energiegewinnung zu nutzen.
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Der heute verkehrsberuhigte Stadtteil "The Lanes" mit seinen engen Gassen ist der alte Ortskern des ehemaligen Fischerdorfes Brightelmstone. Heute ist das Viertel eine empfehlenswerte Shoppingadresse in Brighton. Neben vielen Restaurants und Pubs sind hier auch auch reihenweise Antiquitäten- und Juweliergeschäfte zu finden.
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Der Royal Pavillion ist mit seinen Zwiebelkuppeln, Minaretten und orientalischen Ornamenten eine der Hauptattraktionen Brightons. Den wohl größten englischen "Follie", so werden in Engand architektonische Kuriositäten genannt, verdankt Brighton der Liebe zu verspielten Formen und Farben von George Prince of Wales im 18. Jahrhundert. Der Palast wurde 1823 nach 30 Jahren Bauzeit fertiggestellt.
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George Prince of Wales, vielfach auch nur kurz Prinny genannt, ließ das ehemalige Bauernhaus 1787 von Henry Holland zunächst in ein neoklassizistisches Gebäude umwandeln, das als "Marine Pavillion " bekannt wurde. Erst im Jahre 1815 beauftragte er den Architekten John Nash, das Gebäude in einen indisch-orientalischen Palast weiter um- und auszubauen. Das Interieur wurde von Frederic Crace und Robert Jones im farbenreichen exotisch chinesisch - orientalischen Stil gestaltet.
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Der Royal Pavillion hatte damals nicht nur Bewunderer: so hielt die damals regierende Queen Viktoria den Palast für vulgär und unpassend als königliche Residenz. Sie verkaufte ihn daher kurzerhand im Jahre 1850 der Stadt Brighton. Heute kann das Gebäude besichtigt oder auch für private Feierlichkeiten genutzt werden.
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Als 1750 Richard Russel die Heilwirkung des sauberen Wassers und der Seeluft in Brighton erkannte, gewann die Stadt zunehmend Bedeutung als Seekurort. Durch den Einfluss von George Prince of Wales wurde Brigthon später auch bei der High Society Londons berühmt. Heute zählt die Stadt rund 250000 Einwohner. Im Sommer können bei gutem Wetter allerdings tausende Tagesbesucher hinzu kommen.
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Die mehrgeschossigen beigefarbigen Häuser entlang der Strandpromenade bewirken (besonders bei schönem Wetter) einen mediterranen Flair. Brightons Architektur wird durch den spätklassizistischen "Regency Style" (benannt nach der Prinzregentenzeit) geprägt. Den größten Einfluss hatten die Architekten Wilds und sein Sohn sowie Busby, die hunderte Häuser gestalteten. Charakteristisch für diesen Baustil sind unter anderem die gußeisernen Balkone.
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Die Strandpromenade von Brighton ist 7 km lang. Direkt gegenüber des kiesigen Strandes laden zahlreiche Straßencafes zum Verweilen ein. Der etwas anrüchige Ruf Brightons führte zu einer lebendigen Kunstscene, die auch Straßenkünstler hierher lockt. Wenn die Sonne untergegangen ist, beginnt hier in zahlreichen Discotheken, Clubs und Bars ein buntes Nachtleben.
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Der 530 Meter lange "Palace Pier" wurde 1889 im spätviktorianischen Stil erbaut und ist heute zu einer Art Vergnügungspark umfunktioniert worden. Tagsüber kann man vom Liegestuhl aus auf das Meer oder die Strandpromenade blicken. Besonders eindrucksvoll wirkt der Pier aber bei Nacht, wenn er von zahlreichen Lichtern angestrahlt wird. Der zweite Pier von Brighton, der West-Pier, gilt zwar als ein Meisterstück des Designs des späten 19. Jahrhunderts. Wegen fortschreitenden Zerfalls wurde er jedoch 1975 geschlossen und rostet seitdem vor sich hin.
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